Worum geht es bei der Ausstellung?
Die Jahre 2019 und 2020 — mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau — stellen einen traurigen Höhepunkt in der Geschichte rechter Gewalt in Hessen dar.
Doch rechter Terror ist kein neues Phänomen. Er zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte Hessens. Dies haben die Politikwissenschaftler*innen Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch in ihrem Buch „Rechter Terror in Hessen“ (erschienen 2023 im Wochenschau-Verlag) umfassend dargestellt. Seit Gründung des Bundeslandes haben mindestens 20 Menschen durch brutale rechte Gewalt ihr Leben verloren.
Auf Grundlage der Recherchen zu ihrem Buch haben die Autor*innen nun eine Ausstellung konzipiert, die rechten Terror in seinen unterschiedlichen Facetten beschreibt.
Die von dem Fotografen Mark Mühlhaus bebilderten Exponate zeigen ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten aus allen hessischen Regionen seit Bestehen des Bundeslandes. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten.
Die Ausstellung zeigt auf 24 Rollups ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten seit Bestehen des Bundeslandes.
Ausgehend von einem Foto thematisiert jedes Rollup einen Fall oder einen größeren Komplex. Der Hannoveraner Fotograf Mark Mühlhaus hat für die Ausstellung Orte rechten Terrors in
Hessen, wie sie heute aussehen, dokumentiert. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten. Nur an wenigen Tatorten befinden
sich heute Gedenktafeln. Dokumentiert werden Gewalttaten aus allen hessischen Regionen. Thematisiert werden auch Tatorte aus der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Die Ausstellung verfolgt folgende Ziele:
• AUFKLÄRUNG: Bewusstsein schaffen und Wissen vermitteln über die lange Geschichte rechter Gewalt in Hessen.
• ERINNERUNG: Gedenken an die Opfer rechter Gewalt in Hessen.
• DEMOKRATIESTÄRKUNG: Diskussionsräume schaffen zur Auseinandersetzung über die Notwendigkeit für demokratisches Engagement.
Die Ausstellung richtet sich an
• Initiativen und Vereine aus der demokratischen Zivilgesellschaft,
• Schüler und Schülerinnen ab 14 Jahren,
• kommunale Einrichtungen und Träger.
Die Ausstellung ist ein Projekt des DGB-Bildungswerkes Hessen und wurde gefördert von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.