KiTa-Strukturänderung in Wiesbaden & ihre Folgen

Ergänzung zur aktuellen WLZ.

In der aktuellen WLZ hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen:

Thorsten Willig ist nicht Mit-Autor des Artikels "TEILHABEASSISTENZ IN DER SCHULE IN WIESBADEN" auf S.16 der WLZ 2-18.

Dafür hatte er einen anderen Beitrag geschrieben, den wir an dieser Stelle nachreichen wollen:

 

KiTa-Strukturänderung in Wiesbaden & ihre Folgen

Die Stadtverordnetenversammlung von Wiesbaden hat entgegen erheblicher Bedenken freier KiTa-Träger & der GEW-Wiesbaden am 3.5.18 beschlossen, die Betreuungsmodalitäten für alle im Stadtgebiet befindlichen Kindertagesstätten zu verändern - das Stichwort heißt "Kita-Strukturänderung" (Beschluss-Nr. 0176): Ab dem 01.08.18 sollen zumindest in jedem Stadtteil Halb-, Dreiviertel- und Ganztagsplätze angeboten sowie die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag auf 9,5 Stunden ausgedehnt werden. Das Problem dabei ist vor allem, dass für die Betreuung (von individueller Förderung & Bildung braucht man schon nicht mehr sprechen) ohnehin zu wenig Fachpersonal in den Kitas vorhanden ist! Durch die ungebremst hohe Nachfrage nach Kita-Plätzen (nicht zuletzt im U3-Bereich) sowie die zunehmende Beitragsfreiheit von Kita-Plätzen (in Wiesbaden bzws. hessenweit Beitragsfreiheit für 6h/Tag) wird sich die Betreuungssituation absehbar nicht entspannen. Im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl in Hessen, steht die Forderung nach einer schnellstmöglichen Aufwertung des ErzieherInnenberufs (z.B. Kinder-Personal-Relation sowie Erweiterung der Ausbildungskapazitäten) dringend im Raum! (Die Erhöhung der Attraktivität des Berufs durch besseres Gehalt steht erst für die Tarifrunde 2020 an.)

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Siehe hierzu auch "Strukturveränderungen der Wiesbadener Kindertagesstätten und Kindertagespflege" S.3-5 in "Newsletter Bildung integriert. Wiesbaden; Ausgabe 4 – September 2018" (Herausgeber: Landeshauptstadt Wiesbaden, Projektbüro Bildung integriert. Wiesbaden, Kontakt: Frau Groebel (Projektleitung), Amt für Soziale Arbeit, Abt. Grundsatz und Planung, Büro für Kommunale Bildungsprojekte; Frau Micheel, Amt für Soziale Arbeit, Abt. Grundsatz und Planung, Sozialplanung)