Rundgang zu Stätten der Verfolgung und des Widerstandes

 

Der DGB Kreisverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus lädt ein:

Rundgang zu Stätten der Verfolgung und

des Widerstandes während der NS-Terrorherrschaft in Wiesbaden

am Freitag, 25. Mai 2018

von 15 Uhr bis etwa 17.30 Uhr Treffpunkt: Rathaustreppe (bei Regen im Rathausfoyer)

In der hessischen Landeshauptstadt werden regelmäßig Stadtführungen zu vielen interessanten Themen angeboten. Nur höchst selten werden hierbei aber jene Plätze aufgesucht, wo sich Gedenkstätten und sonstige Formen der Erinnerung an die Opfer der rassistischen NS-Verfolgung befinden. Die Orte des Gedenkens an den auch in dieser Stadt geleisteten antinazistischen Wi- derstand werden hingegen nie berücksichtigt.

Der Wiesbadener NS-Forscher Dr. Axel Ulrich wird mit uns den Rathausinformationsraum zur Verfolgungsgeschichte der Juden und das Denkmal für die ermordeten Wiesbadener Juden auf dem Michelsberg besuchen, ebenso das Sinti-Mahnmal in der Bahnhofstraße und das Deporta- tionsmahnmal auf dem früheren Schlachthofgelände. Unterwegs werden wir auch an etlichen kleineren Erinnerungsorten Halt machen. Dabei werden wir viel erfahren über den Widerstand, der insbesondere von Gewerkschaftern und Mitgliedern der Parteien der Arbeiterbewegung gegen die verbrecherische NS-Gewaltherrschaft geleistet worden ist. Meist wird die antinazis- tische Opposition hierorts jedoch allein auf die Protagonisten des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 verengt, d. h. auf Generaloberst a. D. Ludwig Beck und Hauptmann Hermann Kaiser. Dar- über hinaus wird gelegentlich noch der spätere Wiesbadener Oberbürgermeister Georg Buch in Erinnerung gebracht, der damals konspirativer Leiter einer Restgruppe der Sozialistischen Ar- beiterjugend war. Nahezu unbekannt ist jedoch, dass nach dem Krieg fast 650 Wiesbadener offiziell als politisch-verfolgte Regimegegner anerkannt waren.

Wir bitten um Anmeldung unter wiesbaden@dgb.de